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Das Citrix Delivery Center - Was steckt eigentlich dahinter? Drucken E-Mail
Geschrieben von Nico Luedemann am Freitag, 30 Mai 2008

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Benutzer Bewertung:   | 19
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In den vergangenen Wochen und Monaten hat Citrix durch eine Vielzahl von Firmen-Übernahmen und neuen Produkten von sich Rede gemacht. Die Krönung fand das ganze im Februar 2008, als die erneute Umbenennung des Citrix Presentation Server in "Citrix XenApp" und die neue Strategie des "Citrix Delivery Center" ausgerufen wurden.

An verschiedenen Stellen im Internet – nicht zuletzt auch auf der (amerikanischen) Citrix Webseite – finden sich zahlreiche Artikel und Beschreibungen zu dieser neuen Strategie und den damit verbundenen Lösungen und Produkten. Das Ziel dieses Artikels soll es nun sein, aus dem Blickwinkel eines Technik-Enthusiasten diese Vielzahl von Informationen an einer Stelle zu konsolidieren und einen kleinen Blick über den Tellerrand zu wagen, was diese Strategie für die aktuellen und zu erwartenden Entwicklungen im IT-Markt mit sich bringen könnte, wofür die einzelnen Bausteine der Strategie zuständig sind und wie diese ineinander greifen.


VISION

Nähert man sich nun konkret dieser Thematik, so muss man zunächst feststellen, dass ein Einstieg in das Thema über die Produkte so gut wie unmöglich ist – während man sich noch bis vor vier oder fünf Jahren problemlos mit einer Darstellung der Funktionalitäten des "Metaframe" ins rechte Licht setzten und von den eventuellen Marktbegleitern absetzen konnte, so ist dies heute allein durch die große Vielzahl der Produkte (für Citrix-Maßstäbe – natürlich nicht zu vergleichen mit Microsoft oder IBM. Aber um die geht es hier ja auch nicht…) nicht mehr machbar. Für den Außenstehenden und auch für einige Partner scheint es gar so, dass sich einige der hauseigenen Produkte sogar gegeneinander positionieren. Wie kann man dieses Thema also dann angehen und dieses "Produkt-Dilemma" auflösen? Ganz einfach – man steigt über eine Strategie und eine dahinter liegende Vision ein.


Wie also sieht diese Vision aus? Um diese Frage zu erläutern fängt man am besten ein paar Jahre in der Vergangenheit an und betrachtet zunächst das, was beispielsweise in der oben aufgeführten Zeit bis vor ca. vier/fünf Jahren im Fokus stand – jeder Benutzer, über jedes Gerät, über jede Verbindung. Um dieses Ziel zu erreichen, war es nur notwendig, alle Anwendungen an einer zentralen Stelle zu installieren und dann "serverbasiert" den Benutzern zur Verfügung zu stellen. Hierdurch konnte in einem hohen Maß der Verwaltungsaufwand reduziert und die Benutzer zufriedener gestimmt werden. Dies traf alles zu, wenn man Anwender hatte, die primär auf normale Windows-Anwendungen zugriffen und auch mehr oder weniger permanent über eine Anbindung verfügten. Aber es gab ja mehr – beispielweise Web-Anwendungen, Offline-Benutzer oder Anwendungen, die einfach nicht mit anderen Anwendungen zusammen betrieben werden konnten. Während diese Themen in der ersten Zeit noch zu vernachlässigen waren, weil die Verteile des Server-based Computing schon einen gewaltigen Schritt nach vorne darstellten, so wurden sie doch insbesondere in den letzten Jahren und Monaten im Rahmen eines immer stärker forcierten Optimierungs- und Konsolidierungsdrang wieder mehr in den Fokus gerückt. Funktionen flossen in die vorhandenen Produkte ein (z.B. Application Isolation oder Streaming im Presentation Server) und andere Produkte kamen hinzu (z.B. Access Gateway oder NetScaler für den Zugriff und die Optimierung auf interne (Web)Ressourcen). Für neue Anforderungen wurden neue Produkte entwickelt – auf den ersten Blick eine Hilfe, aber auf den zweiten Blick wurden die altbekannten Probleme wie aufwändige Softwarepflege oder komplexe Strukturen nur von den Endgeräten in das Rechenzentrum verlagert. Je weiter man dieses Spiel trieb, umso mehr wurde das Rechenzentrum zu einer hochkomplexen und deshalb immer starreren Konstruktion, in der es immer schwieriger wurde, flexibel zu reagieren. Böse Zungen sprachen sogar von einer Technisierung der Technik wegen – die IT als Selbstzweck.

Natürlich ist diese Sichtweise genauso naiv und oberflächlich wie die Abhandlung der Entwicklungen in den vergangenen Zeilen. Aber nichts desto trotz steckt auch ein Fünkchen Wahrheit darin. Aber was diese naive Darstellung nun wiederum mit der aktuellen Citrix-Strategie zu tun? Sehr viel – denn genau die hier (zugegebener Maßen sehr, sehr kurz) dargestellten Überlegungen führten dazu, ein Umdenken herbei zu führen. Nicht mehr die Produkte oder Features sollten im Vordergrund stehen, sondern das, was wirklich zählt – die Benutzer und ihre benötigten Anwendungen. Natürlich handelt es sich hierbei natürlich um ein Ideal, das von verschiedenen Herstellern in verschiedenen Ausprägungen gerne strapaziert wird, aber im Bezug auf Citrix hat es tatsächlich den Anschein, als würde es dort jemand ernst nehmen…


Lesen Sie den gesamten 20 seitigen Beitrag als PDF Dokument.

Kommentar(e)


Great work Nico!!!!! Awesome paper
Geschrieben von Guest am 2008-05-31 14:23:27
Thomas, thanks for putting this out there and a big thanks to Nico for writing this awesome paper.  
 
This is the best paper that lays out the vision and strategy around why and how the Citrix Delivery Center came into being. Great work!!!! 
 
Cheers 
Michael Keen 
Sr Solutions Architect 
Alliance Technologies 
 
www.brianmadden.com/blog/michaelkeen


EinGast
Geschrieben von Gast am 2009-08-24 09:07:46
Ein sehr guter Artikel. Hat mir sehr geholfen einen ersten Überblick über die Produkte sowie die Idee die dahintersteckt zu bekommen! Weiter so :-)


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